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Geschichtliches über Broggingen

Ein Beitrag von Friedrich Hinn.

Broggingen, das in der Lößhügellandschaft zwischen Bleichbach und Ettenbach eingebettete sehr alte Dorf hatte schon früh Beziehungen zu Straßburg. Nach einer im Mittelalter gefälschten Urkunde soll es 748 in den Besitz des Straßburger Bischofs gekommen sein. Jedenfalls gehörte 1129 ein Brogginger Fronhof dem Domkapitel. Erwähnt sind aber auch Besitzungen und Zehntrechte der Klöster Ettenheimmünster, Tennenbach und Wonnental.

Von den Geroldseckern, Üsenbergern und Hachbergern kam das Dorf an die Markgrafschaft Baden und 1535 zu Baden-Durlach. Nach dem Augsburger Religionsfrieden wurde es 1556 zusammen mit Tutschfelden evangelisch. Der Kirchenzehnte und die Baulast gingen vom Kloster Ettenheimmünster an den Markgrafen über. Von der ursprünglich romanischen Kirche sind die drei unteren Turmgeschosse erhalten geblieben.

Um 1740 wurde das Langhaus neu erbaut und der Turm ergänzt, sowie der von der Dorfstraße zur Kirche führende, vor wenigen Jahren sanierte Treppenaufgang errichtet. Neben der Kirche stehen noch interessante Grabsteine aus der Zeit um 1800. Der angrenzende Pfarrhof von 1759 ist mit seinen Wirtschaftsgebäuden erhalten geblieben. Der Pfarrhof und die Kirche bilden eine von Wein- und Obstgärten umgebene, dominante Gebäudegruppe auf einer Anhöhe an der Südseite des Dorfes.

Im Dorfkern hat Broggingen einige stattliche Fachwerkbauten und Gehöfteanlagen aus dem 18. Jahrhundert. Eine Sonderstellung nimmt das gegenüber dem Rathaus traufständig angeordnete Haus Engler mit seiner reichen Fassadengestaltung und dem Mansardendach ein. Der Schlußstein des Torbogens zeigt neben der Jahreszahl 1752 und den Initialen des Besitzers einen Stierkopf und ein Haubeil als Handwerkssymbol. Das Haus war bis ins 19. Jahrhundert Metzgerei und Gasthof "Zur Sonne".

In den letzten Jahren hat sich Broggingen sehr um eine schöne Dorfgestaltung bemüht. Viele Fachwerkhäuser wurden saniert. Der sommerliche Blumenschmuck ist beachtenswert. Fachwerk und Geranienblüten zeigen sich als vorteilhafte Schmuckkombination. Das Wappen des Dorfes zeigt in gespaltenem Schild vorn in Gold einen roten Schrägbalken, der an die Zugehörigkeit zu Baden-Hachberg erinnert, und hinten in Silber das schwarze Dorfzeichen.

Auf einer Gesamtfläche von 525 ha hat Broggingen ca. 80 ha Reben und 234 ha Wald. Der Gemeindewald umfaßt mehrere Bezirke, die vom Dorf bis zum Streitberg reichen. Dazwischen liegen die Waldungen von Herbolzheim und Bleichheim sowie Staatswaldungen. Früher besaßen die Brogginger Familien am Gemeindewald neben dem Holznutzungs- und Streurecht auch das "Eggerichtrecht". Sie durften eine bestimmte Anzahl Schweine in den Wald schicken unter der Aufsicht des Schweinehirten.

In Broggingen ist der Weinbau schon seit Jahrhunderten eine wichtige Erwerbsquelle. In fünf Rebflurbereinigungen wurde von 1951 bis 1981 die Weinbaufläche vergrößert und wirtschaftsgerecht erschlossen. In der Dragonerstraße erinnert ein aus Sandstein geschaffener Brunnen an die genossenschaftliche Aufbauleistung. Neben der Winzergenossenschaft gewinnen die privaten Weingüter zunehmend an Bedeutung. Viele Brennereien erzeugen aus dem eigenen Obst edle Spirituosen.

Bis in die Nachkriegsjahre war Broggingen ein Bauerndorf mit vielen hauptberuflichen Landwirten, die sowohl Ackerbau als auch Viehzucht betrieben. Mit der Gründung der Winzergenossenschaft im Jahre 1963 erfolgte eine Umstellung auf den Weinbau, der auch Jahrzehnte gute Erträge lieferte. Umstrukturierungen gab es auch im heimischen Handwerk und in der gewerblichen Produktion.

Das Handwerk orientiert sich heute mehr an der Bauwirtschaft als an der Landwirtschaft. Um 1970 waren in Broggingen über 200 Beschäftigte im Gewerbe tätig. Aus der einst gewerbesteuerträchtigen Spielwarenfabrik Faller ist über ein Aussiedlerwohnheim eine REHA-Klinik geworden. Durch den Um- und Erweiterungsbau des Rathauses, das einen schönen und geräumigen Bürgersaal besitzt und vielfache Nutzungsmöglichkeiten bietet, wie auch durch den Neubau der Lerchenberghalle sind Infrastrukturen geschaffen worden, die nicht nur dem Dorf selbst, sondern auch den Nachbarorten zugute kommen.

Die vor kurzem sanierte und erweiterte Grundschule dient sowohl Broggingen als auch Bleichheim. Einen ebenfalls neuerlich sanierten Kindergarten betreibt die evangelische Kirchengemeinde Broggingen. Im Dorfzentrum ist anstelle des abgebrochenen Schlachthauses ein Kinderspielplatz entstanden. Vereine und Organisationen bereichern das dörfliche Leben. Neue Wohngebiete haben in landschaftlich schöner und ruhiger Lage, vor allem im Butzental, den Zuzug von Fremden beschleunigt. Buslinien verbinden das Dorf mit den Städten Herbolzheim, Kenzingen und Ettenheim.

Friedrich Hinn

 
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